Die totale Niederlage

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Als Autor schreibt man nicht nur, sondern beobachtet, analysiert und reflektiert auch sehr viel. So las ich vor einigen Tagen von Robert Habeck (GrünInnen), dass es schlicht und einfach gar kein Volk gäbe. Dies stieß mich dann zu ein paar Überlegungen an.

Das Interview mit Robert Habeck wurde für das Format INFORMR des MDR Sputnik gedreht. Habeck bekam Stichworte und sollte dazu frei assoziieren. Auf das Stichwort Volksverräter antwortete er dann, dass dies ein Nazibegriff sei. Außerdem gäbe es kein Volk und demnach natürlich auch keinen Volksverräter!

Dieser Standpunkt ist natürlich klassisch hartlinks und mir durchaus geläufig, deshalb hatte ich das Thema dann auch recht schnell abgehakt. Doch irgendwie lies mich die Sache dann doch nicht los und ich dachte noch etwas darüber nach.

So leid es mir tut, aber ich muss Habeck hier leider bedingt Recht geben. Schauen wir uns doch mal eine Wald- und Wiesendefinition des Begriffes Volk an:

„Der Begriff Volk bezeichnet eine Reihe verschiedener, sich teilweise überschneidender Gruppen von Menschen, die aufgrund bestimmter kultureller Gemeinsamkeiten und Beziehungen und zahlreicher Verwandtschaftsgruppen miteinander verbunden sind.“
– Quelle: Wikipedia

Ich habe absichtlich gerade eine solch moderne (linke) Definition des Volks-Begriffes gewählt, da diese an und für sich für unsere weiteren Überlegungen voll ausreicht. Ansonsten verweise ich natürlich auf Meyers-Konversations-Lexikon von 1890, indem diese Definition noch mit den Attributen Abstammung und Sprache, Sitte und Bildung ergänzt wird. Aber wie bereits gesagt: Diese (genauere) Definition benötigen wir hier gar nicht!

Warum sage ich also, dass der grüne Robert Recht hat? Nun, selbstverständlich gibt es Völker – nur ein Dummkopf (oder ein Linker, falls man hier überhaupt differenzieren kann;-)) würde die Existenz von Völkern abstreiten. Insofern hat Robert Habeck also alles andere als Recht. Er trifft aber leider in einem anderen Punkt exakt den Nagel auf den Kopf:

Es gibt kein deutsches Volk mehr!

Erinnern wir uns doch an die Definition aus Wikipedia, vor allem an das Kriterium: kultureller Gemeinsamkeiten. Wo sind denn die kulturellen Gemeinsamkeiten bei Deutschen? Nehmen wir dazu doch das Ergebnis der letzten Bundestagswahl: 87% der Wähler stimmen für eine Fortsetzung des grassierenden Wahnsinns, während 13% dagegen stimmen. Wo sollte hier ein gemeinsamer Nenner möglich sein, wenn man sich die herrschenden Mentalitäten in beiden Lagern ansieht?

Völker können in einen Verfallsprozess eintreten, dafür ist das Deutsche Volk ein absolutes Paradebeispiel. Die Gründe dafür sind mannigfaltig und ich habe sie allesamt in meinem letzten Buch ausführlich dargelegt. Einen Austritt aus diesem Degenerationszyklus ist auf politischer Ebene völlig unmöglich, selbst wenn dafür ausreichend Zeit vorhanden wäre!

Ich habe 2 Jahre meines Lebens der Recherche und dem Schreiben von Linksversifft gewidmet und ich bin wirklich stolz darauf. Ich habe nicht geschwiegen und wenn mich mein Sohn fragt: „Papa, warum hast Du geschwiegen?“, dann habe ich eine Antwort darauf:

Ich habe nicht geschwiegen und feige den Schwanz eingekniffen!

Aber mein Buch hat genau das gleiche „Problem“ wie die AfD, Thilo Sarrazin, der Konservatismus und auch der wahre Patriotismus: 87% interessieren sich einen feuchten Kehricht, gieren sogar nach dem kompletten Gegenteil davon!

Anstelle kritisch zu sein, konsumiert die Masse nur noch. Bald ist auch wieder Fußball WM und dann ist sowieso erstmal Ende mit Politik, falls es denn überhaupt je Zeit dafür war.

Die bittere Erkenntnis lautet: Wir befinden uns nicht in einer schwierigen Situation, sondern im kalten Schatten der totalen Niederlage. Selbst wenn wir bei unserer bereits benutzten Parität von 87/13 bleiben wollen – dies ist ja nicht das Ende der Fahnenstange. Unter den 13% befinden sich wiederum mehr als genug Glücksritter, gescheiterte Existenzen und U-Boote. Eine echte Gegenbewegung gibt es doch überhaupt nicht. Solidarität unter Konservativen? Unterstützende Patrioten? Fast alles nur Hampelmänner, die wie die Linken an ihren wirtschaftlichen Interessen hängen!

Durch all das was nach dem letzten Weltkrieg passierte, wurde das Sterben des deutschen Volkes eingeleitet: Individualismus bis zum Blut, ja keine Gemeinsamkeiten mehr und ganz viel „Freiheit“ für jeden. Kurz: Es existiert kein Kollektiv mehr. Dies ist der große Unterschied zwischen den alten Bundesländern und den neuen Bundesländern. In den neuen Ländern ist noch der Rest eines Kollektivs durch die Erfahrung des Sozialismus spürbar. Ebenso ist dies in den Visegrad-Staaten und In Russland so: Sozialismus scheint ein wichtiges Element in der Entwicklung von gesunden Staaten zu sein, wohlgemerkt ausschließlich als Zwischenstation.

Nein, Deutschland hat fertig. Darüber kann und darf auch die Debatte über eine vermeintliche deutsche Identität nicht hinwegtäuschen. Deshalb sollten wir uns auch nicht mehr all zu viele Sorgen um das Bienensterben, den angeblichen Klimawandel oder sonstige Schreckensszenarien machen: das deutsche Volk wird sie allesamt (Stand 2018) nicht mehr erleben!

Politisch sehe ich keine Lösung. Möglicherweise wäre das mit potenten Geldgebern für eine großangelegte metapolitische Offensive anders. Aber wer würde denn von den angeblich ach so konservativen Großkopferten auch nur einen Cent dafür locker, oder auch nur den kleinen Finger krumm machen? Anstelle sitzt man auch dort in seinen kleinen exklusiven Clubs, egal ob sie Lions, Rotarier oder ganz anders heißen und macht sich zur Marionette ganz anderer Herren.

Eine andere Option wäre ein nationales oder gar globales Großereignis (Event), dass die Strahlkraft von 9/11 noch in den Schatten stellt und somit als Basis für eine neue Bewegung und dann auch für ein neues Kollektiv dienen könnte. Diese Möglichkeit besteht, aber auch hier tickt die sprichwörtliche Uhr.

Was aber, wenn das Beides nicht passiert?

Dies ist nicht das Ende, keineswegs! Anstelle dessen ist das eher der Vorabend eines neuen Zeitalters und auch darüber habe ich in Linksversifft geschrieben. In diesem Fall besteht bei Patrioten, Konservativen und anderen Nichtlinken ein extrem hocher Nachholbedarf hinsichtlich einer globalen Denkweise.
Die Wahrheit lautet nämlich: Uns verbindet vielleicht viel mehr mit einem Russen, einem Spanier oder einem Südafrikaner, als mit einem angeblichen „Volksgenossen“. Eine Strategie der Zukunft muss international ausgerichtet sein und dazu beitragen, Gleichgesinnte auf allen Kontinenten zu verbinden und politisch zu einen. Wenn viele kleine Flammen zu einem großen Feuer werden, kann man damit auch die tiefste Nacht durchdringen!

In diesem Sinne, mit einem zwinkernden Auge:

BRD, geh`sterben!

Mit den besten Grüßen,

Stefan Müller

 

 

 

 

 

4 Gedanken zu “Die totale Niederlage

  1. Hans

    Sie haben vollkommen recht! Gleichgültigkeit und Verständnislosigkeit sind die tragenden Momente des dt. Volkskörpers, dank der Zersetzungstätigkeit einer bestimmten Ethnie. Deshalb richtet sich mein Fokus seit Jahren auf den sog. Widerstand (in Wahrheit: Kinderwiderstand)/Stichwort Jammerkreaturen. Ich selbst war einmal Teil davon. Was ich dazu zu sagen habe (ein Tabubruch) durfte in einem langen Kommentar auf https://deutsches-maedchen.com/2018/04/22/es-ist-zeit-fuer-eine-versoehnung-das-blut-die-manifestation-einer-geistigen-qualitaet/ veröffentlicht werden.
    Typischerweise wäre diese schonungslose Analyse über die seelisch-geistige Verfassung unserer „Heimatschützer“, bei selbigen, die ja bekanntlich vehemente Zensurgegner sind, zensiert worden. (Ich habe da meine Erfahrungen.)

    Eines jedoch dürfte nicht stimmen: Sie sprechen von einem europäischen Ansatz. Ist Ihnen bekannt, daß vor etwa einem halben Jahr so ein Unterfangen nach ca. 8 Jahren Existenz gescheitert ist? Die Website dieser Leute gibt’s noch heute: „europäische Aktion“. Da auch dort das unendliche Gequatsche als Widerstand verstanden wurde, war für mich das Scheitern damals bereits voraussehbar.

    Was hilft noch? Da vermutlich auch von Teilen (!) der Bundeswehr oder der Polizei nichts zu erwarten ist, kann ggf. noch das Bürgerkriegselend den Blick für die Gegebenheiten schärfen und eine Revolte – dieses Mal nicht der Wackelfinger – die Volksdeutschen vom Amboß zum Hammer bringen.

  2. Karl P. Schlor

    Ich bin erschüttert, mehr noch darüber, als ich gestern Habecks Aussage las!
    Ich fürchte sehr, Du hast völlig recht, denn meine Erfahrungen in tägl. Diskussionen mit bedauernswert ahnungslosen Mitmenschen ergeben meist eins. sie werden mir spinnefeind, weil ich mich angesichts ihres Nichtswissens – sie glauben aber sehr, daß sie etwas wissen – nicht mehr verbal beherrschen kann und sie der politischen Dummheit bezeichne.
    Gestern habe ich einem jungen Familienvater, der seine beiden Kleinen ohne die daheim ruhende Mutter aus=
    führte, nur freundlich gebeten, „bitte, wähle nicht mehr grün“ nur deswegen keine Abfuhr erhalten, weil ich ihn noch nicht der politischen Dummheit bezeichnet hatte.
    Allerdings zeigte er Feigheit, denn über meine ungewöhnliche Bitte wagte er nicht zu diskutieren oder nachzufragen, er ging einfach, ohne nachzufragen.
    Ergo. entweder feige gegenüber einem erkenntlich Andersdenkenden, oder aber offensiv seine eigene linke Meinung vertreten, aber niemals seine eigenen Unwissenheit über die wirklichen Probleme einzugestehen!

  3. Klaus Borgolte

    Mit der Mehrheit der Südafrikaner haben wir wenig gemeinsam.

    Ich wohne seit knapp 20 Jahren hier am Kap, der Heimat meiner Frau. Kam mit sehr positiver Einstellung hier her. Meine Einschätzung hat sich inzwischen geändert. Ich bleibe Deutscher und werde mich auf keinen Fall ändern.

    Davon abgesehen, wer will den Globalismus erzwingen und mit welchem Ziel?

    Wünsche eine gute persönliche Orientierung und Frieden.

    Glück Auf
    Klaus Borgolte

  4. Detlef Alsbach

    Herr Müller liegt vollkommen richtig, es ist die totale Niederlage der Deutschen und des deutschen Volkes. Wir werden zum Auslaufmodell. In ein paar Jahren sind wir in der Minderheit und auch dann wird es die Linken und die Ignoranten geben, die dies schlucken oder sogar rechtfertigen. Wenn ich gefragt werde, wie es weitergeht, dann muss ich die Menschen enttäuschen, denn selbst ein Blinder sieht, wohin die Reise geht, nicht nach nirgendwo, sondern ins Chaos, in den Untergang. Immer wieder wird gesagt, dass erst etwas Großes passieren muss. Ja was denn, frage ich dann immer, denn auch wenn in Köln der Dom einstürzen würde, dann kämen die Kölner aus ihren Löchern, würden ein paar Tränchen vergießen und dann in die nächste Kneipe gehen und ein paar Bier trinken. Und wenn dann noch Fußball kommt, ist der Schmerz bald vorbei. Diese kranke und degenerierte Spaßgesellschaft wird niemals aufstehen. Ich vergleiche das immer damit, dass die Menschen irgendwann einmal, wenn es nur noch einen Baum gibt, sie um ihn herumtanzen und sich freuen und niemand fragt, wie es dazu kommen konnte, dass der Wald verschwunden ist. Der Islam wird siegen und gewonnen wird in den Kreissälen der Krankenhäuser. Aber ich kann am Ende sagen, dass ich es wenigstens versucht habe, obwohl ich heute schon weiß, dass dies eine Fehlinvestition ist. Zum Glück aber werde ich nicht mehr miterleben, was alles geschieht in diesem Land der Ducker und Schlucker.

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