Lass` mal die AfD-Schlampe vorbei!

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Deutschland, ein Land mitten im zivilisierten Europa. Man nennt unsere Nation auch das Land der Dichter und Denker. Also sollte man zu Recht auch von einem gewissen Mindestmaß an Umgangsformen ausgehen können, oder? Ist es aber politisch korrekt, wenn man zu wirklich jedem höflich ist?

Dr. Verena Wester, Rechtsanwältin aus Solingen und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag, ist jung, dynamisch und möchte mit ihrer Arbeit einen Unterschied ausmachen. Eigentlich braucht unser Land genau solche Menschen, aber Verena Wester arbeitet für die AfD – da sieht für viele Menschen die Sache oftmals dann zumindest doch etwas anders aus…

Am vergangenen Montag saß Frau Wester im ICE von Wuppertal nach Berlin und nutzte die Zugfahrt, um für ihren Abgeordneten tätig zu werden und reihte sich damit nahtlos in die Klasse der Business-Nomaden ein, die das absolute Gegenteil eines geregelten Achtstundentags erleben und das Zugabteil als Arbeitsplatz nutzen.

Jeder der zumindest gelegentlich auf diese Art und Weise gearbeitet hat, kennt die damit verbundenen Probleme: Störende Lichtreflexe auf dem Display des Notebooks, ein durchaus nicht zu unterschätzender Lärmpegel und gelegentlich auch Ablenkungen aller anderer Varianten. Zeit ist aber Geld und wer im Zug trotz Gelegenheit nicht arbeitet, könnte anstelle dessen auch Autofahren.

Als Dr. Wester kurz vor ihrer Ankunft von ihrem Platz aufstehen wollte, wurde sie von ihrer Sitznachbarin auf kumpelhaft dutzende Weise gefragt, ob sie noch an die Gepäckablage über den Sitzen müsse. Die Rechtsanwältin verneinte das etwas verwundert und schickte sich an, den Wagen Richtung Ausstieg zu verlassen. Als ihr eines der Kinder von besagter Sitznachbarin den Weg versperrte, sagte diese deutlich hörbar:

Lass` mal die AfD-Schlampe vorbei!

Bei der Frau hat es sich laut Frau Wester aber keinesfalls um eine offenkundig ungebildete Person gehandelt, bei der ein solches Verhalten vielleicht zu erwarten gewesen wäre. Neben einem Kleinkind reiste die Frau mit zwei anderen Kindern, die grob im schulpflichtigen Alter waren. Was glaubte die Mutter wohl, was für ein Beispiel sie da für ihre Kinder abgab?

Das die Sitznachbarin eine Verbindung zur AfD hat ziehen können, führt Frau Wester auf einen Blick der Frau in ihr geöffnetes Porte­mon­naie zurück, als sie dem Schaffner ihre BahnCard zeigte. Dort befand sich nämlich der gut sichtbare Mitgliedsausweis der Partei.

Für diese heftige Reaktion muss man natürlich den etablierten Medien ganz besonders herzlich danken! Die zahlreichen Dämonisierungen von AfD und ihrem Personal haben scheinbar wunderbar funktioniert, wenn eine junge Frau im öffentlichen Raum völlig grundlos als AfD-Schlampe tituliert wird. Diese Beleidigung inkludiert ja zu allererst, dass die AfD etwas Negatives ist. Grundsätzlich handelt es sich aber um eine demokratisch legitimierte Partei, deren Abgeordnete in vielen Landesparlamenten und im Bundestag sitzen und dort ihre Arbeit verrichten. Das die Ausrichtung oder das Parteiprogramm der AfD nicht jedem Bundesbürger gefallen mag, ist sowohl nachvollziehbar als auch sogar sehr positiv. Der Diskurs ist schließlich exakt das, was liberale Demokratien ausmacht, denn hier darf (und sollte!) hart und leidenschaftlich in der Sache diskutiert werden. Exakt diesen Rahmen gibt uns Bürgern schließlich die freiheitlich demokratische Grundordnung der BRD vor.

Diskurs hat aber nichts mit Beleidigungen und Diffamationen zu tun. Das Gegenteil ist der Fall – persönliche Beleidigungen werden erst dann nötig, wenn keine sachlichen Argumente mehr vorhanden sind. Der Betreffende stellt sich somit selbst ein Armutszeugnis aus!

Unter dem Begriff Schlampe führt Wikipedia zwei unterschiedliche Definitionen auf: Zum einen eine besonders unordentliche Frau, zum anderen eine Frau, die sehr viele sexuellen Beziehungen hat. Hier muss man sagen, dass Beides rein faktisch nicht auf die Person von Frau Dr. Wester zutrifft. Zum einen handelt es sich um eine adrette Person mit dem Bewusstsein für eine stilsichere Erscheinung und zum anderen hat sich die junge Frau für eine klassische Zweierbeziehung entschieden, die sie mit einem Trauschein besiegelt hat. Um was also geht es hier eigentlich?

Für sehr viele Menschen in Deutschland ist die AfD das verdinglichte Zentrum des Bösen. Meist haben diese Menschen aber selbst überhaupt keine Ahnung, worin diese Vorstellung überhaupt begründet liegt. Es handelt sich bei diesen Glaubenssätzen nämlich um Vorstellungen, die sie durch die unglaublich „sachliche“ und immer auch mehr als nur „objektive“ Darstellung der AfD in den Medien vermittelt bekommen haben. Natürlich hat niemand dieser Menschen auch nur einmal in das Parteiprogramm der AfD hineingeschaut, oder sich mit einem ihrer Vertreter unterhalten, denn das ist ja auch irgendwie ein Tabu – nachher mutiert man ja selbst dabei zum Antichristen, respektive zum eiskalten Rechtspopulisten!

Eigene Meinungsbildung erfordert Zeit und Energie – warum sich damit selbst beschäftigen, wenn es ja dafür „Experten gibt“? Denken diese Menschen also noch selbst, oder lassen sie schon selbst denken?

Es gibt aber noch eine andere Gruppe von Menschen, die aus guten Gründen Aversionen gegen die AfD hegen und pflegen. Dies sind die Nutznießer des etablierten Systems, die allesamt ihren Vorteil aus dem Status Quo ziehen. Diese Menschen sehen in der Arbeit der AfD natürlich ein echtes Problem, denn die Partei sägt an dem Ast, auf dem sie sitzen!

Über die AfD kann man freilich unterschiedlichster Meinung sein. Eines kann man über die Partei aber nicht sagen – sie geht keinesfalls den Weg des geringsten Widerstands!

Dies demonstriert hier auch die kleine Episode aus dem Leben von Dr. Verena Wester. Die junge Juristin hätte ihre Karriere auch fraglos auf Pfaden durch das Establishment lenken können. Dabei hätte sie definitiv mit offenen Armen und Schulterklopfern rechnen können, denn sie verkörpert all die Tugenden, mit denen sich auch etablierte Parteien gerne schmücken wollen – dies aber leider aus Mangel an Kandidaten eben nicht können!

Doch Frau Wester engagiert sich für die AfD, übernimmt Verantwortung und möchte etwas für ihr Vaterland erreichen. Dieser Weg ist mehr als respektabel, denn leicht hat sie es sich damit persönlich nicht gemacht! In Abwandlung der Beleidigung, die sich Frau Dr. Wester hat gefallen lassen müssen, Ende ich hier mit folgenden Worten:

Lassen Sie die Powerfrau durch, denn Deutschland braucht genau solche Menschen!

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9 Gedanken zu “Lass` mal die AfD-Schlampe vorbei!

  1. Wir werden noch einige Zeit mit dem Hass und der Missgunst insbesondere der Sozen und den ihnen nahe stehenden Funktionsträger und A-, B-, C-Promis in Kultur und Gesellschaft leben müssen – bevor wir die Gesamtgesellschaft von der Richtigkeit unserer Sicht der Zusammenhänge überzeugt haben werden – aber das Gute setzt sich bekanntlich immer durch.

  2. Detlef Alsbach

    Das, was Frau Wester passiert ist, wird jedem Mitglied der AfD oder auch jedem bekennenden Wähler passieren. Es ist ja auch kaum verwunderlich, denn die AfD und alles drum herum ist Freiwild. Berichte gibt es doch genügend, die zeigen, wie man in diesem Land mit Menschen umgehen kann, die nicht einfach nur mit schwimmen.

    Die Angst, diffamiert zu werden, ist groß, das erleben wir alle im Alltag und das ist auch einer der Gründe, warum diese Beleidigungen geduldet werden, denn sicherlich würde kaum eine Person geben, die Frau Wester verteidigt hätte, hätte sie die Beleidigungen gehört. Schnell wird dann auch eine dritte Person als Nazi beleidigt, die übliche Keule. Und diese Keule funktioniert mehr als gut.

    Es ist schon erstaunlich, was die Deutschen unter Demokratie und Meinungsfreiheit verstehen. Aber alle Hetzer haben vergessen, dass es in einer gesunden Demokratie auch Meinungen gibt, die man tolerieren und akzeptieren muss, die einem nicht in den Kram passen.

  3. Mathias Romberg

    Ich frage mich, ob wir wirklich in einer Demokratie leben oder es einfach nur glauben sollen?! Vieles was hier so abgeht, hat aus meiner Sicht ,nichts mit Demokratie zu tun.

  4. Klaus Borgolte

    Das Verhalten der Frau mit den Kindern zeigt zumindest schlechtes Benehmen. Wer lehnt das nicht ab?
    Meine Einstellung zur AfD ist derzeit noch positiv, hebt sie sich doch von dem Rest der BRD-Politiker ab.
    Ich bin jedoch unsicher, ob die AFD auf Dauer deutsche Interessen und nicht etwa israelische vertritt.

  5. bernd wilmshöfer

    Gelebte VORURTEILE die durch negative Pressemeldung gestützt werden und sich nur durch positive Arbeit der AFD mit der Zeit revidiert 😉 😊

  6. Scarlet Espener

    Was hat Frau Wester denn erwidert? Ich hätte mir eine passende Charakterisierung der ausfallenden Sitznachbarin bestimmt nicht verkneifen können.

  7. Max Piepenkötter

    Das ist doch der schlagende Beweis dafür, daß in unserem Land das Bildungssystem schwer angeschlagen ist und von Grund auf geändert werden muß.
    Wenn unschuldige Kinder von linken Eltern an linken Schulen durch linke Lehrer „unterrichtet“ werden – was soll dabei herauskommen? Es bedarf eines gerüttelten Maßes an eigenem Widerstandswillen, gegen Eltern, Umwelt und Lehrer, viel Realitätssinn und Wahrheitsliebe und einiger Dinge mehr, um aus einem solch bedauernswerten Kind einen patriotische Bürger zu machen. Wo soll das ohne Hilfe von außen herkommen – wenn außerdem eine glorreiche Zukunft über Straßen-Antifa bis, na sagen wir stellv. Bundestagsvize, Außen- oder sonst. Minister lockt?

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