Dieses Land ist unser Land!

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„Dieses Land ist unser Land“
Eine offener Brief an „den Kritiker“ vom SPON

Lieber Georg Diez,
ich bin Dein schlimmster Albtraum, denn ich bin erzkonservativ. Ab heute werde ich Deine Beiträge kommentieren, denn die kann man nicht so einfach stehenlassen!

Bevor Du jetzt aber Angst bekommst: Nein, ich werde Dich als Mensch behandeln – auch wenn Du z.B. Menschen wie mich in Deinen Beiträgen fast schon entmenschlichst.

Bei Deinem neuesten Artikel beginnt die Sache schon mit der Überschrift und dem Foto im Beitrag. Dies ist unser Land prangt da über einem Bild, auf dem teils vermummte Demonstranten Schilder mit „FCK AfD“ (also: Fuck AfD!) und „AfD WählerS sind Nazi WählerS!“ in die Höhe halten. Willst Du mir also sagen, dass Du zu diesen Menschen gehörst und dass Dir dann dieses Land gehört und nicht z.B. mir? Interessante Position – falls das so sein sollte!

Ganz spannend wird es aber in der fettgedruckten Einleitung zu Deinem Artikel. Dort schreibst Du etwas von „…einem immer aggressiveren Ausschluss ganzer Bevölkerungsgruppen“. Damit meinst Du natürlich nicht AfD-Wähler, die von den Demonstranten auf dem Bild ausgegrenzt werden, oder? Fast könnte man nämlich den Eindruck bekommen, aber eben nur fast. Aber aus exakt diesem Grund habe ich Deinen Beitrag erst gelesen. Ich hatte (ganz kurz) die naive Hoffnung, dass Du eben jene Spaltung der Gesellschaft in „Rechtspopulisten“ und alle „Anderen“ mit Deinem Artikel beenden wolltest. Das hätte ich nämlich befürwortet, denn im Gegensatz zu vielen anderen Menschen behandele ich auch Linke mit Respekt, oder Grüne, oder generell jeden anderen Menschen.
Aber diese Hoffnung währte nur ganz kurz. Denn dann sprichst Du davon, wie „man“ den Kampf sinnvoller und härter organisieren könnte. Das sind Deine Worte, die ich hier im Kontext wiedergebe, fällt Dir da etwas auf? Würdest Du das bei einem rechten Autor nicht sogar als Hetze, oder gar Volksverhetzung bezeichnen? Warum schreibst Du so etwas?

Du versteigst Dich dann aber sogar weiter, indem Du darüber philosophierst, das man sich Mehrheiten, Gehör und Gerechtigkeit „verschaffen“ muss – sorry Georg, aber in was für einem Land lebst Du? In diesem (ich sage bewusst nicht „unserem“) Land, verschafft man sich kein Recht. Hier wird Recht gesprochen, oder aber Recht gegeben – oder möchtest Du hier ernsthaft Selbstjustiz als Option ins Spiel bringen? Wer entscheidet denn, was Recht ist? Du?!

Das Du auf Denis Yücel abfährst, war mir ja klar. Das was er da über das deutsche Volk gesagt hat, war ja sicherlich nur „Spaß“. Die Satire darf ja schließlich alles, wenn sie politisch korrekt ist. Ansonsten fängt man sich nämlich trotzdem eine Anzeige wegen Volksverhetzung ein, aber das ist dann ja eben falsche Satire, oder? Das die AfD Deine Euphorie und Verehrung für Yücel nicht teilt, macht Dich fertig – oder?
Ich will Dir deine Laune aber weiter verderben – die von Dir gelobte „Free Deniz“ Geschichte war eine rein durch Journalisten gehypte Social Media Farce, denn die meisten Deutschen kennen Yücel doch überhaupt nicht. Ebenso verstehen diese Leute auch gar nicht den Preis, den die Türkei für die Freilassung des Journalisten bekommen hat.

Dann legst Du mit der Geschichte um Migranten los und fokussierst sie in der Personalie Mateja Meded, die keine „Zeit“ hat, privilegierten weißen Menschen Zeit zu schenken, weil sie ignorant sind. Nun Georg, es wird Dich schockieren: aber Herkunft, Hautfarbe und Religion eines Menschen interessieren mich nicht. Mich interessiert Leistung!

Ich habe kein Interesse an Menschen, die meinen, ich müsste mich für sie interessieren, weil sie eben keine angeblich  privilegierten Weißen sind. Und weißt Du auch warum? Weil ich das respektlos gegenüber Menschen finde, die sich über Können und Leistung definieren, und nicht ob sie People of Color, oder Weiße sind!

Ich möchte Dir zu einem Perspektivwechsel raten, denn ich lebe in einem Land mit vielen Migranten (ja, genau: Deutschland!) und spreche auch mit diesen. Stell Dir vor – reden, ganz normal! Ohne Schaum vor dem Mund, über ihre Familien, ihre Ziele und ihre Ängste!
Und jetzt stelle Dir mal vor, was ich da herausgefunden habe: das sind meist unglaublich nette und konservative Menschen. Menschen die an Familie glauben, die einer Arbeit nachgehen, deren Kinder studieren usw. usw. Diese Menschen lesen auch Deine Kolumne und könnten langsam an Dir zu zweifeln beginnen. Denn was Du da so schreibst, ist völlig wirklichkeitsfremd!

Dennoch triffst Du in Deinem Artikel den Nagel auf den Kopf, aber völlig ungewollt. Es ist tatsächlich Zeit für eine neue Partei und auch eine neue Bewegung. Jetzt stelle Dir mal bitte vor, wenn eine neue konservative Partei gleichsam Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund ansprechen würde. Also eine Art AfD 2.0. Du glaubst doch nicht, dass der Konservatismus sich bei momentan mageren 13% (Forsa) erschöpft hat, nachdem die CDU nun keinen konservativen Markenkern mehr hat?

Das, lieber Georg, ist nämlich das Projekt für das ich mich einsetze! Da draußen sind so viele konservative Herzen. Es ist töricht, diese aus einer konservativen Bewegung auszuschließen, weil deren Eltern Italiener, Spanier, Griechen, Portugiesen, Türken, Polen, Russen oder Kenianer waren. Nein, mein Freund! Diese Menschen denken und fühlen genauso wie die autochthonen Deutschen. Und mal ganz im Ernst: ein konservativer Deutscher mit Vorfahren aus Afrika ist mir doch 10x näher als ein strohblonder privilegierter Weißer, der einen linken Spleen hat. Was wäre denn, wenn dann aus unseren Mündern „Dieses Land ist unser Land“ schallt? Würde Dir das auch gefallen?

Du hörst von mir, Georg!

Stefan Müller

 

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Peter Altmaier wird Wirtschaftsminister

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…sorry, liebe Leser. Stellen Sie sich bitte anstelle eines ellenlangen Textes lediglich ein hysterisches und dennoch absolut von Herzen kommendes Gelächter des Autoren dieser Zeilen vor.

Die besten Geschichten schreibt eben immer noch das Leben!

 

Der Traum von der Unsterblichkeit

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Unsterblichkeit, ja davon träumt die Menschheit wohl seit ihren Anfängen. Wobei dies natürlich relativiert werden muss: Es geht ja schließlich darum, fit und gesund unsterblich zu sein. Weiterhin gibt es da natürlich die Sache mit dem Alleinsein, denn kaum jemand möchte als einsamer „Highlander“ ewig leben und seine Verwandten, Freunde und Bekannte um sich herum sterben sehen…

Was aber wäre, wenn es da eine Möglichkeit gäbe, sehr gesund sehr alt zu werden? Nun, zugegeben – das hört sich wie Hokuspokus, Scharlatanerie und auch nach Quacksalberei an. Aber was wäre, wenn Sie von jemandem davon erfahren, dem sie felsenfest vertrauen und der somit als Garant für den Wahrheitsgehalt dieser Sache stehen kann?
So ist es mir ergangen, als mir mein Freund Jan van Helsing von einem nun schon 2 Jahre andauerndem Selbstversuch berichtet hat. Aus diesem Selbstversuch hat er einen faszinierenden Artikel kredenzt, den ich Ihnen keinesfalls vorenthalten möchte. Den Artikel können Sie hier ganz bequem downloaden!

Machen Sie sich ein eigenes Bild!

„Linksversifft!“, das neue Buch von Stefan Müller ist ab sofort erhältlich!

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Endlich ist es soweit, mein neues Buch ist soeben erschienen! Da fühlt man sich als Autor ganz wie ein stolzer Papa, der sein neugeborenes Kind in den Armen hält.

Der Titel des Buches lautet:
Linksversifft! Über Meinungsdiktatur und Deutschlandhass

Das Buch ist direkt beim Amadeus-Verlag, bei Amazon und überall wo es anständige Bücher gibt erhältlich!

Und darum geht es:

Schluss mit linken Wahnphantasien und Toleranzdiktatur!
Linke Seilschaften kontrollieren Medien, Politik und sogar die Kirchen. Dies trifft im Besonderen auf Deutschland zu, aber ebenso auf die ganze westliche Welt. Egal, ob wir nach Schweden, Frankreich, England oder in die USA schauen, überall hat sich der gleiche linke Mainstream ausgebreitet und spielt sich als einzig legitime Weltsicht auf: der Linksismus, oder sollten wir besser Rotfaschismus sagen?

Stefan Müller: „Bis vor zwei Jahren hatte ich mich kaum mit dem Thema beschäftigt, da mir diese ‚linken Ideen’ einfach viel zu phantastisch, abgedreht und auch wirklich absurd vorkamen. Ich hätte mir einfach nicht träumen lassen, dass diese Ideen bei irgendeinem Menschen außerhalb einer verlotterten Kommune auch nur den Funken einer Chance auf Akzeptanz hätten. Doch die letzten Jahre haben mich eines Besseren belehrt: Diese kranken Ideen und Hirngespinste haben Zugang in die Köpfe von vielen Menschen gefunden, meist handelt es sich dabei um sogenannte Multiplikatoren oder ‚InfIuencer’ (oftmals mit sehr hohen Bildungsabschlüssen), die diese wirre Meinung auch noch an zahlreiche andere Menschen herantragen, damit diese sie ebenfalls rezipieren können. Der Brutkasten, der diese Ideen mit Nährstoffen und Dünger versorgt hat, war der Druck durch die Flüchtlingskrise. Dieser äußere Anlass fungierte als Initialzündung für Linke, damit diese in immer größerem Umfang, und auch völlig ohne Kritik, ihre Wahngebilde kundtun oder publizieren konnten.“

Dieses Buch möchte seinen Beitrag zum Aufwachvorgang all derer leisten, die anders denken und anders fühlen, als es ihnen die linken und politisch korrekten Volkszensoren und Bevormunder vorschreiben wollen. Stefan Müller analysiert die linke Gesinnungsdiktatur und nennt Ross und Reiter beim Namen.

Aufbruch Ins Ungewisse: Ein Paradebeispiel für schlechte Propaganda

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In Deutschland legt man viel Wert auf die installierte „offene Gesellschaft“ und seinen Pluralismus. Aus diesem Grund möchte man diese Errungenschaften gerne schützen und betreibt aktiv mit dem ARD Film „Aufbruch ins Ungewisse“ Volkspädagogik. Oder besser: Man versucht es!

Der Film „Aufbruch ins Ungewisse“ spielt in der nahen Zukunft. Die Europäische Union ist zerfallen und in Europa haben „Rechtsextremisten“ die Macht übernommen. In Deutschland herrschen zudem bürgerkriegsähnliche Zustände und politische Gegner und Minderheiten werden verfolgt. Die Protagonisten des Films sind der Rechtsanwalt Jan Schneider (Fabian Busch), seine Ehefrau Sarah (Maria Simon), Tochter Nora (Athena Strates) und Sohn Niklas (Ben Gertz). Da Jan Schneider die Opfer einer staatlichen Enteignung vor Gericht vertreten hat, fürchtet er nun das Schlimmste und begibt sich mit seiner Familie auf die Flucht. Als Fluchtziel wählt die Familie das mittlerweile wieder florierende Südafrika. Soweit zumindest die Ausgangssituation des Films.

Aufbruch ins Ungewisse spielt vor allem auf der Klaviatur der Gefühle. Die Situation in Deutschland wird mit Texteinblendungen und Ausschnitten aus einer Nachrichtensendung nur sehr grobschlächtig skizziert.

Versucht man den Film objektiv als Drama zu bewerten, scheitert er auf der ganzen Linie. Obwohl vor allem Gefühle angesprochen werden sollen, waren den Verantwortlichen ihre eigenen Figuren scheinbar völlig egal. Die schauspielerische Leistung kann sogar als solide bezeichnet werden, was vor allem daran liegt, dass die einzelnen Figuren nur Platzhalter sind. Die Schauspieler füllen diese Platzhalter nach ihren Möglichkeiten mit Leben, doch Verständnis, Mitgefühl oder gar Mitleid mochten bei mir kaum entstehen.

Entlarvend ist dabei, dass die Hauptfiguren vor allem durch ihre Unzulänglichkeiten und ihr Opferbewusstsein geeint werden: der im neuen Deutschland an seinen Idealen gescheiterte Familienvater, die lethargische Mutter der die Verbindung zu ihren Kindern scheinbar schon seit langem verlorengegangen ist und eine postpubertäre Tochter, die ihren Status durch die Trauer um den verstorbenen Bruder gefährdet sieht. Doch der Film bemüht sich ebenso redlich, den Opferstatus jedes gezeigten Flüchtlings deutlich hervorzuheben. Zeitweise fühlte ich mich an ein Quartett-Spiel erinnert, bei dem der Teilnehmer mit der schlimmsten Historie gewinnt. Hier schimmert der volkspädagogische Ansatz des Films quasi durch das Filmmaterial hindurch: Seht her, liebe Deutsche: Jeder Flüchtling hat mindestens einen schwerwiegenden Grund um sich auf die gefährliche Flucht zu begeben!

Neben der offensichtlichen Propaganda wird hier ein weiteres Defizit des Films und seiner Macher offenkundig: das zugrundeliegende Menschenbild. Die momentane Linke in Deutschland ist vor lauter kollektivierendem Opferkult blind für echte Schicksale geworden, kann diese weder verstehen und schon gar nicht wiedergeben. Das liegt auf der einen Seite an der Entfernung zum normalen Leben, auf der anderen Seite natürlich ist es willentlich gewählt. Als Beispiel für diese These möchte ich das Schicksal von Niklas, dem Sohn der Familie anführen. Der Junge war einfach „weg“ und das war es dann, lediglich eine weitere „preiswerte“ Charakterisierung der armen Flüchtlingsfamilie. Doch so funktioniert Familie nicht, aber davon haben heutige Linke keine Ahnung mehr. Die Familie ist schließlich eines ihrer Feindbilder mit der höchsten Priorität. Ein verantwortungsvoller Familienvater bringt seine Familie aber nicht auf einer vermeidbaren lebensgefährlichen Reise in Gefahr, ebenso wie er sie keinesfalls irgendwo alleine und damit völlig schutzlos zurücklässt.

Als Unterhaltungsprodukt ist der Film gescheitert, da seine Figuren trotz durchaus vorhandener Schauspielleistung sehr hölzern bleiben und der Zuschauer kaum Emotionen für sie empfindet. Aber was ist mit seiner erzieherischen Seite?

Auch hier kann man Aufbruch ins Ungewisse kein gutes Zeugnis ausstellen. Die primitivste Aussage über Kommunikation ist wohl, dass es neben einem Absender auch immer einen Empfänger gibt. Wen aber soll dieser Film erreichen und warum? Gutmenschen und Linke werden ihre wahre Freude an diesem Film haben, bringt er doch nahezu jedes Klischee im Zusammenhang mit Flucht auf den Tisch. Dem politischen System in Deutschland geht es nun aber keinesfalls schon so schlecht, dass es schon Filme zum Durchhalten produzieren müsste. Dieser Film ist einfach völlig falsch adressiert und wird schon bei neutralen Zuschauern auf Ablehnung stoßen.

Die Dystopie vom Jahr 2027 ist auf einem so extrem kindlichen und dilettantischen Niveau, dass sie fast schon zu einer Komödie verkommt. Das „neue Deutschland“ gleicht einem Vierten Reich, aber dennoch konnte der systemkritische Anwalt mit seiner Familie ohne Probleme aus dem Land entkommen. Selbstverständlich werden im neuen Deutschland Schwule und Muslime verfolgt. Damit greift der Film das Bild auf, dass viele verängstigte Gutmenschen von z.B. der AfD haben. Wirklichkeitskompatibler wird das Setting deshalb aber keineswegs. Instinktiv wartete ich die ganze Zeit auf einen zusätzlichen jüdischen Hintergrund der Familie, aber das war dann wohl selbst auch den Produzenten zu dick aufgetragen.

Ich selbst kann Science Fiction und alternativen Realitäten viel abgewinnen, wenn sie realistisch dargestellt sind. Das erfordert aber immer Sachkunde und damit auch die nötige Recherche. Dabei hätte man z.B. herausfinden können, dass die Lage in Südafrika so gar nicht rosig aussieht. Eine Partei namens Economic Freedom Fighters verzeichnet drastische Zustimmungswerte, was seriösen Beobachtern die Sorgenfalten auf die Stirn treibt und keinesfalls für die Stabilität des Landes spricht. Südafrika dürfte in naher Zukunft also ein völlig absurdes Ziel für eine Flucht darstellen. Ebenso ist der skizzierte Fluchtgrund, die Übernahme Europas durch Rechtsextreme und Nationalisten eine linke Wahnphantasie.

Was der Film hingegen leistet, ist ein beeindruckendes Psychogramm des Mainstreams in Deutschland. Auf der einen Seite die Angst vor dem Zerfall der EU und dem aufkeimenden Konservatismus in den europäischen Staaten. Auf der anderen Seite die rein ideologisch geprägte, durch Narrative gestützte, aber sachgrundlose Befürwortung zügelloser Asylpolitik.

Dieser Film hätte einen wertvollen Beitrag über Asylpolitik sein können, verkommt aber zum Popcorn-Film für Gutmenschen. So sind auch die obligatorischen Flüchtlingsboote ein zentraler Bestandteil des Films. Ähnlich wie im Film wird Flucht oftmals (aber nicht immer) freiwillig als Option gewählt. Anders als in der Realität erhielten die europäischen Flüchtlinge keine massive Hilfe von NGO`s, die den Schleppern gratis in die Hände spielen und somit die Massenmigration überhaupt erst ermöglicht haben.

Generell wäre aber eine totale Unterbrechung der Flucht über das Mittelmeer möglich und sinnvoll. Wenn ankommende Bootsflüchtlinge sofort zurück in Auffanglager in Afrika deportiert würden, würde diese Form der hochgefährlichen Flucht jede Motivation abgegraben und man würde zahlreiche Menschenleben retten. Prinzipiell muss die Politik Flucht erschweren und zur somit zur absoluten Ultima Ratio für die Betroffenen machen, an deren Ende nicht die Integration, sondern das Überleben in einem Gastland steht. Auf diese Weise würde man Menschen deren Leben in ihrer Heimat bedroht ist weiterhin Schutz gewähren können, während Flucht als Option für Wohlstandsflüchtlinge völlig unattraktiv würde. Aber auch diese Perspektive findet keine Erwähnung, dass hätte ja vielleicht unbequeme Fragen aufgeworfen!

Weiterhin hätte der Film auch die Frage nach der Rolle der Europäischen Union und ihren transatlantischen Verbündeten in den aktuellen Flüchtlingsbewegungen stellen können, was ebenso unterblieb. Zusätzlich wäre die Frage nach der Rolle der EU hinsichtlich des tatsächlich entstehenden Rechtsextremismus sehr interessant gewesen. Aber das hätte die Filmemacher natürlich völlig überlastet, haben sie schließlich ihren eigentlichen Auftrag schon kaum erfüllt!

 

Aufbruch ins Ungewisse ist aber definitiv gleich in mehrerer Hinsicht erwähnenswert, denn es gibt noch eine Geschichte hinter dem Film. Diese Geschichte hat aber wohl definitiv noch größeres Blockbuster-Potenzial, als die stümperhafte Propaganda. Denn wer ist für diesen „Film“ verantwortlich? Zum Einen wäre hier der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und zum Anderen die Degeto (Deutsche Gesellschaft für Ton und Film), eine Tochter der ARD zu nennen. Also kurz gesagt: Eine völlige Homebrew-Produktion des öffentlich-rechtlichen-Rundfunks, oder eben des Staatsfunk – wie böse Zungen das gelegentlich behaupten.

In diesem Fall sollte der geneigte Zuschauer aber einmal genauer hinsehen, denn hier existiert tatsächlich eine Parallele in die Politik und es wäre kein Euphemismus, wenn man hier vom politisch-medialen Komplex sprechen würde. Chefin der Degeto ist nämlich eine gewisse Christine Strobl. Der Mädchenname von Frau Strobl lautet Schäuble und das ist kein Zufall, denn sie ist die Tochter vom ehemaligen Finanzminister und jetzigen Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble (CDU). Den Namen Strobl erhielt die Degeto Chefin von keinem Anderen als Thomas Strobl (CDU), dem stellvertretenden Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und ebenso stellvertretenden Vorsitzenden der Bundes-CDU. Wenn das doch mal kein „Geschmäckle“ hat, was dann? Die CDU legt ja immer noch Wert darauf, dass man sie als „konservative Kraft“ ansieht. Würde also die Frau UND Tochter zweier hoher Funktionäre der CDU so sehr gegen die Weltanschauung ihres Vaters und ihres Ehemannes verstoßen? Oder ist es anstelle dessen nicht viel wahrscheinlicher, dass Wolfgang Schäuble und Thomas Strobl ebenfalls die Kernaussagen dieses Films vertreten? Was würde das dann aber für die CDU als angeblich konservative Partei bedeuten?

 

Zurück bleibt ein fader Geschmack, denn es handelt sich bei Aufbruch ins Ungewisse definitiv um Propaganda. Zudem ist es schlechte Propaganda, denn sie regt geradezu einen kritischen Diskurs an. Hat das aber eine angeblich so liberale Demokratie tatsächlich auch nötig?

An dieser Stelle möchte ich mich jedoch zu einer Wette, sagen wir besser einer Prognose hinreißen lassen. Dieser Film wird mindestens einen großen deutschen Filmpreis verliehen bekommen. Selbstverständlich wird es ebenfalls lobende Kommentare im Blätterwald regnen. Dabei sollten Sie ihre besondere Aufmerksamkeit auf den Tagesspiegel des nächsten Tages richten. Die Leiterin des Politikressorts heißt nämlich Juliane Schäuble und ist die Schwester von Christine Strobl. Ob es da nicht eine Portion schwesterlichen Beistand zu erwarten gibt?
Wenn Sie dieser Artikel angesprochen hat, könnte mein neues Buch ebenfalls interessant für Sie sein:
https://www.amazon.de/Linksversifft-Meinungsdiktatur-Deutschlandhass-Jan-Helsing/dp/393865645X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1518614652&sr=8-1&keywords=linksversifft

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Mit den USA wird es keinen Frieden in Syrien geben!

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US-Streitkräfte haben eine regierungsnahe Miliz in Ost-Syrien angegriffen und töteten dabei über 100 Menschen.

Die USA reagieren auf ihren schwindenden Einfluss in Syrien mit drastischen Mitteln. Nach den vermuteten Lieferungen von schultergestützten Boden-Luft-Raketen an islamistische Milizen, die am Wochenende zum bedauerlichen Abschuss einer russischen Suchoi Su-25 über Syrien geführt haben, greift das US-Militär nun auch selbst in den Konflikt ein.
Nach einem angeblichen Angriff der auf Stellungen der von Washington unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) übten amerikanische Einheiten blutige Vergeltung, bezeichneten diese Aktion aber als „Verteidigungsschlag“.

An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass die einigen legitimierten Streitkräfte in Syrien die reguläre syrische Armee und die russischen Streitkräfte sind. Alle anderen Streitkräfte und darunter ganz besonders die amerikanischen Truppen verfügen über keinerlei völkerrechtliche Legitimation in Syrien aktiv zu werden.

Dass Washington nun verstärkt seine indirekten (Finanzierung, Training und Waffenlieferung an Terroristengruppen) und direkten Interventionen in Syrien wieder verstärkt, ist auf den dramatischen Bedeutungsverlust der Amerikaner in Syrien zurückzuführen.

Die amerikanischen Bodentruppen in Form der kurdischen Milizen stehen durch die Offensive der Türkei mit dem Rücken zur Wand und sind mit eigenen Problemen beschäftigt.

 

Hauptaugenmerk der USA ist somit keinesfalls die Bekämpfung des IS, sondern primär eine Zerschlagung Syriens und damit auch die Bekämpfung von Baschar al-Assad. Der IS stellte somit von Anfang an nur das Vehikel dar, das die militärische Präsenz der USA in Syrien legitimieren sollte. Die internationale Gemeinschaft nimmt dies nahezu widerstandslos zur Kenntnis, ohne dabei auf die unstrittige Legitimation von Assad als ordentliches Staatsoberhaupt von Syrien einzugehen. Hinter dieser Ignoranz steckt aber wahrscheinlich System, denn ebenso schwieg man im Fall Ukraine über die Legitimation von Wiktor Janukowytsch, als Aufständische mit Hilfe ausländischer Kräfte einen Putsch durchführten und dies dann im Nachhinein als „Revolution der Würde“ titulierte. Interessanterweise haben ausländische Kräfte eine ähnliche „Revolution“ vor dem bewaffneten Konflikt in Syrien versucht, jedoch erfreulicherweise erfolglos.

Insgesamt ist es ausschließlich der Anwesenheit der russischen Streitkräfte zu verdanken, dass Syrien bisher nicht zerschlagen wurde. Syrien ist ein souveräner Staat, der eine für den Nahen Osten herausragende Bedeutung besitzt. Die auf den Staat einwirkenden, zersetzenden Kräfte ignorieren diese Souveränität und haben lediglich die Bodenschätze und die geopolitische Bedeutung eines zerschlagenen Syriens im Sinn. Diesen Kräften dienen sich bedauerlicherweise wieder die USA als Erfüllungsgehilfen an. Dabei wird jedoch übersehen, dass sich die Welt seit 1990 weitergedreht hat. Die USA sind glücklicherweise nicht mehr die einzige Supermacht, sondern stehen anderen Polen in einer multipolaren Welt gegenüber. Wer Frieden in Syrien will, kann dies nur mit dem legitimen Staatsoberhaupt Baschar al-Assad erreichen. Wenn die USA weiterhin die Gegner des syrischen Staats unterstützen, muss sich die Völkergemeinschaft fragen lassen, wann sie diesem Treiben endlich Einhalt gebieten will!