Strategische Vorausschau 2040: Der Zerfall der Europäischen Union

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Der Spiegel hat Auszüge aus einem bisher geheimgehaltenen Strategiepapier der Bundeswehr mit dem Titel „Strategische Vorausschau 2040“ veröffentlicht.

In dem Papier wird die These vertreten, dass ein Zerfall der EU bis 2040 denkbar wäre und ebenso die BRD nur noch eine reaktive Rolle in immer unruhigeren politische Zeiten spielen könnte.

Interessant ist natürlich der Zeitraum der Veröffentlichung Ende Oktober, obwohl das Papier bereits Anfang des Jahres 2017 erstellt worden war. Eine Veröffentlichung dieser Ideen wäre wohl für die  alternativlose EU-Fanatikerin und Globalistin Angela Merkel in der Bundestagswahl sehr ungünstig gewesen.

Für die BRD bedeutet das Strategiepapier ein echtes Problem, denn seit Jahrzehnten wird hierzulande eine „EU First!“-Politik betrieben. Sollte der Moloch Brüssel also untergehen, währen alle Investitionen in das künstliche Konstrukt der Europäischen Union hinfällig geworden.

In diesem Zusammenhang ist es absurd komisch, dass der Soros (und damit auch Merkel) Freund Emmanuel Macron weiterhin über noch absurdere Phantasien für die EU schwadroniert.

Die Wahrheit ist, wie so oft sehr einfach – wenn das auch die linksgrünen Journalisten aufgrund ihrer ideologischen Verblendung gerne in Komplexität ummünzen: Die EU ist am Ende, nicht erst 2040 – sondern bereits jetzt.
Innerhalb des Staatenbundes hat sich bereits eine Gegenallianz gebildet: die Visegrád-Gruppe. Diese Nationen sind aber im Vergleich zu anderen Staaten jung, dynamisch und verfügen auch über militärische Schlagkraft. England hat als militärisch potente Nation bereits die Entscheidung zum BREXIT getroffen. Verlassen die osteuropäischen Staaten die EU, mutiert sie zu einem zahnlosen Tiger. Frankreich mit seinen Allüren als Grande Nation reicht sicherheitspolitisch nicht aus, zumal die USA zukünftig wohl auch nicht mehr als Buddy zur Verfügung stehen könnten.

In Zeiten von Friede, Freude, Eierkuchen konnte die EU glänzen, war schick und irgendwie en vogue. Die Finanz- und die Flüchtlingskrise haben in mehrerer Hinsicht gezeigt, was die EU wirklich ist: ein zerstrittener Haufen, der sich von der Mitgliedschaft ausschließlich Vorteile erhofft. Sobald es ans Eingemachte geht, ist das Gezeter groß.

Die nächsten unruhigen Zeiten stehen kurz bevor. Macron hofft, durch seine angeblich guten Beziehungen zu Merkel die Transferunion zu verwirklichen und Frankreich vor allem auf Kosten von Deutschland zu sanieren. Hier ist es wohl lediglich eine Zeitfrage, ob dieser Schritt noch rechtzeitig kommt. Der europäische Riese und weltpolitische Zwerg Frankreich steht auf tönernden Füßen: politisch wie wirtschaftlich. Wenn die Franzosen wirklich verstehen, was die Idee hinter Macrons En marche und wer wirklich davon profitiert, dann könnte seine Amtszeit doch nicht ganz so lange andauern.

Spanien, Italien, Griechenland und andere Staaten hängen vor allem wirtschaftlich in den Seilen und könnten in gar nicht so ferner Zukunft ebenfalls auf die Infusionen des IWF und aus Brüssel angewiesen sein, wenn sie es nicht bereits jetzt schon sind. Besonders Italien wäre ein wahres Fiasko, dass noch nicht einmal ansatzweise mit dem Pflegefall Griechenland zu vergleichen wäre.

Grundsätzlich gibt es nur eine Möglichkeit die Zukunft zu kennen, wenn man nicht an Wahrsagerei glaubt: sich aktiv an der Gestaltung derselben zu beteiligen.
Wer hingegen am alten Traum der EU klebenbleibt, verpasst diese Chance.

Auch auf Deutschland kommen, nicht zuletzt durch die Flüchtlingskrise, schwerwiegende Herausforderungen zu. Dies trifft ebenfalls auf die Schlüsselindustrie des Landes schlechthin zu: die Automobilbranche. Dieselgate ist keineswegs ausgestanden und bei der Elektromobilität stehen diedeutschen Autobauer weitestgehend mit heruntergelassenen Hosen da. Von der nicht existierenden Infrastruktur für die Elektroautos brauchen wir hier gar nicht einmal anzufangen. Was aber passiert, wenn  die Konkurrenz das knallhart ausnutzt und die deutschen Unternehmen kaputtgehen? Der Impact auch auf mittelständische Zuliefererbetriebe und Co. wäre kaum zu beziffern.

Weiterhin steht die Industrie 4.0 vor der Tür und wird sicher geglaubte Arbeitsplätze wie der Schnitter mit seiner Sense vernichten und vielleicht auf 1000 Arbeitsplätze einen neuen, qualifizierten Arbeitsplatz schaffen. Diesen könnte dann der heimische Arbeitsmarkt dank Fachkräftemangel im Bereich der IT wohl auch nicht decken und es müsste wieder über Blue Cards nachgedacht werden…

Die Situation 2017 ist so: Europa und vor allem Deutschland befinden sich noch in einer Blase, oder auf der Insel der Glückseligen. Journalisten, Politiker und die Wirtschaft tun Alles, aber auch wirklich Alles, dass dies auch so bleibt. Doch wer sich mit verbundenen Augen und Ohren auf die Bahngleise stellt, verringert keinesfalls die Wahrscheinlichkeit, von einem Zug erfasst zu werden – anstelle dessen sieht und hört er ihn nur nicht kommen. Bis zum Aufprall ist es aber lange Zeit besonders ruhig und entspannt.

Exakt so lassen sich auch die 87% der deutschen Wähler erklären, die ihr Gehirn bewusst ausgeschaltet haben und eine Politik des „Weiter so!“ gewählt haben. Die Wahrheit tut eben manchmal weh und nicht jeder möchte das ertragen und verbindet sich somit lieber Augen und Ohren.

Anstelle dessen regt man sich lieber noch etwas weiter über Donald Trump, die AfD, Wladimir Putin und die #Meetoo Kampagne auf. Jedes Zeitalter hat somit seine Dekadenz. Ich wüsste zu gerne, womit sich die Bürger des Römischen Imperiums in den Schlaf gelogen haben. Hier schließt sich dann der Kreis aber: Rom wird genauso untergehen wie Brüssel. Jüngere und fittere Player werden das Zepter in die Hände nehmen. Den meisten Anderen wird nur die Erkenntnis bleiben: Wir waren ja so dumm!

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2 Gedanken zu “Strategische Vorausschau 2040: Der Zerfall der Europäischen Union

  1. FranzXaver

    Danke für den Artikel. Er macht Mut. Und freut. Es kracht schon an allen Ecken und Enden. Man hofft auf friedlichen Übergang. Die Wahrheit will ans Licht.

    • ConservativePunk

      Aber gerne! Nein, bitte nicht kirre machen lassen: Ich glaube nicht an einen neuen, großen Krieg im Herzen von Europa. Auf eine gute Zukunft!

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